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Zu Besuch bei unserem Landesverband in Hannover


01 02 heinz pykaFranz Bliem und ich waren vor einigen Wochen Gast in der neuen Geschäftsstelle des Anglerverbandes Niedersachsen (AVN), dem 335 Mitgliedsvereine angehören. Der Vize-Präsident Heinz Pyka hatte uns an einem Sonntagvormittag eingeladen, den neuen Verbandssitz zu besichtigen und grundsätzliche Fragen der Angelfischerei zu besprechen.


Dicht an der Messe gelegen, in der Brüsseler Str. 4, befindet sich ein moderner zweigeschossiger Bürokomplex, den der Landesverband 2016 erworben hatte. Personell wurde nach der Neuausrichtung des AVN ebenfalls einiges investiert. Neben den drei Mitarbeiterinnen für die Mitgliederverwaltung und Buchführung hat der AVN vier wissenschaftliche Kräfte als Verbandsbiologen und Landespfleger beschäftigt. So konnte mithilfe dieser Wissenschaftler der erste große Angriff auf unsere Pacht- und Eigentumsgewässer abgewehrt werden. Der Verordnungs-Entwurf des Landkreistages zum Verbot bzw. Einschränkung der Angelei in allen Gewässern mit "flutender Wasservegation" wurde publik gemacht und ist mittlerweile stillschweigend auf Eis gelegt worden. Die Diskussion ist aber noch nicht beendet.Heinz Pyka zeigte auf, dass die Angelfischerei nach wie vor bedroht ist durch Einschränkungen, wie Nachtangel-, Anfütterungs- sowie Betretungsverboten. Auch beim Besatz gibt es Bestrebungen, dass Behörden hier regulierend eingreifen können.
Mit weiteren Einstellungen wissenschaftlicher Kräfte beim AVN möchte man "auf Augenhöhe" mitdiskutieren und sich bei den Behörden kompetent Gehör verschaffen. So hat PETA 62 fest angestellte Mitarbeiter und der NABU allein in Niedersachsen 29 Fachkräfte beschäftigt. Hier gilt es, weiterhin am Ball zu bleiben und aufzuzeigen, dass die Angelfischerei einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz liefert. So konnte jetzt schon im Ansatz nachgewiesen werden, dass in Baggerseen, die von Angelvereinen genutzt werden, eine größere Artenvielfalt vorhanden ist als in sich selbst überlassenen Seen.Heinz Pyka verschwieg auch nicht, dass es diese Arbeit nicht zum Nulltarif geben wird. Der Landesverband wird deshalb ab 2019 die Vereinsumlage um 2,50 € auf 7.00 € anheben, um personell besser ausgestattet zu sein.Wir erörterten mit Heinz Pyka noch zahlreiche weitere Themen und konnten abschließend feststellen, dass unsere Anliegen hier sehr gut vertreten und die Mitgliedsumlagen sinnvoll und zukunftsorientiert investiert werden.
Norbert Rode

Vorsitzender der PG Aller II

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