HG ohne 77

Genossenschaft und Pachtgemeinschaft Aller setzten 2016 85.000 Jungaale aus

 Genossenschaft und Pachtgemeinschaft Aller setzten 2016 85.000 Jungaale aus

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So mancher Autofahrer schaute ganz verwundert, was einzelne Personen ausgestattet mit Eimern an Aller, Schwarzwasser und Mühlengraben suchten. Es waren in diesem Fall Mitglieder der Aller-Genossenschaft und der Pachtgemeinschaft Aller II, die vorgestreckte Aale in unsere Gewässer ausbrachten.
Die Pachtgemeinschaft Aller II ist ein Zusammenschluss der Fischereivereine Früh Auf Wienhausen, Celle, Schwarzer Hamm, Winsen und Eicklingen, die jedes Jahr einige Tausend Euro für den Besatz des vom Aussterben bedrohten Aals ausgibt.


 Genossenschaft und Pachtgemeinschaft Aller setzten 2016 85.000 Jungaale aus
So mancher Autofahrer schaute ganz verwundert, was einzelne Personen ausgestattet mit Eimern an Aller, Schwarzwasser und Mühlengraben suchten. Es waren in diesem Fall Mitglieder der Aller-Genossenschaft und der Pachtgemeinschaft Aller II, die vorgestreckte Aale in unsere Gewässer ausbrachten.

Die Pachtgemeinschaft Aller II ist ein Zusammenschluss der Fischereivereine Früh Auf Wienhausen, Celle, Schwarzer Hamm, Winsen und Eicklingen, die jedes Jahr einige Tausend Euro für den Besatz des vom Aussterben bedrohten Aals ausgibt.

Gründe für diese Besatzmaßnahmen liegen darin, dass die Zahl der jungen Aale (sog. „Glasaale“) in Europa seit den 1980er Jahren um mehr als 95% zurückgegangen ist. Die Gründe sind vielfältig:
Stauwehre verhindern den Aufstieg der Glasaale in die Flüsse.
Wasserkraftanlagen schädigen in großer Zahl abwandernde Aale. Naturferner Gewässerausbau und Flussbegradigungen haben viele Aal-Lebensräume vernichtet.
Krankheiten und Parasiten sowie Schadstoffe tragen ebenfalls dazu bei.
Dazu kommt der Fraßdruck der enorm gestiegenen Kormoranbestände.
Milliarden Glasaale wurden zudem Jahr für Jahr als Delikatesse nach Asien exportiert - bis zum Ausfuhrverbot der EU im Jahr 2011.
Experten mutmaßen, dass auch Änderungen im Verlauf des Golfstroms dazu führen, dass die darin driftenden Aal-Larven in deutlich geringerer Zahl die Küsten Europas erreichen.

Diesem Negativtrend entgegenzuwirken, haben die Vereine in der Pachtgemeinschaft Aller II seit Jahren erhebliche Mitgliedsbeiträge aufgewendet, um das Ausserben des Aals zu verhindern.

Mit Unterstützung durch Mittel aus der Aalförderung des Landes Niedersachsen, der EU und der Pachtgemeinschaft Aller II konnten in diesem Jahr für mehr als zehntausend Euro 85.000 vorgestreckte Aale in die Gewässer der Aller und einiger Nebenflüsse ausgebracht werden.

Langfristig kann aber der Aal als ausgesprochener Wanderfisch nur überleben, wenn es an allen Wehren funktionierende Fischpässe gibt- bis dahin sind die Aale auf die Hilfe der Angler und deren Vereine angewiesen, die sich in der Verantwortung für den Artenschutz sehen.


 

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